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Die Geschichte des Briefkastens / Teil1

alter Postkasten

Alter Postkasten (Daniel Bolle @ fotolia.de)

Teil 1 – Die Anfänge des Postkastens bis ins 17. Jahrhundert

Wahrscheinlich begann alles in der Antike: schon zu dieser Zeit wurden Behälter, Kisten oder tonnenartige Gefäße an Sammelstellen aufgestellt, um dort Nachrichten abgeben zu können, noch bevor der Bote dort ankam um die Briefe mitzunehmen.

Eine andere Geschichte über die Anfänge aller Briefkästen besagt, dass die ersten Briefkästen noch keine Kastenform hatten oder ein eigens angefertigtes Gefäß waren. Sie waren ein Stein. Nachdem, Ende des 15. Jahrhunderts, der Seeweg nach Indien um das Kap der Guten Hoffnung erschlossen wurde, wurde die beschwerliche Reise dorthin meistens in der Saldanha-Bucht unterbrochen. Diese liegt ca. 140km nördlich von Kapstadt. Nach dieser langen und gefährlichen Reise wollten die Seefahrer Nachricht in die Heimat schicken. Sie wickelten ihre Briefe in wetterfeste Leinwandtücher und nutzten einen markanten, naturgehöhlten Stein als „Briefkasten“. Nun mussten Sie nur noch hoffen, dass das nächste Schiff Richtung Heimat die Nachrichten mit nach Hause nehmen würde.

Das erste Mal schriftlich dokumentiert wurde ein Briefkasten 1633 in der niederschlesischen Stadt Liegnitz. Damals existierte eine Botenpost zwischen der polnischen Stadt Breslau und der deutschen Stadt Leipzig. Da Liegnitz direkt an der Postroute lag, nutzten die Bürger diese Gelegenheit und brachten einen kleinen Postkasten an, damit der Bote auch ihre Briefe mit auf den Weg nehmen konnte.

Im Jahre 1641 wurden in einem Posthaus in Hamburg 13 Holzbriefkästen angebracht. Diese hatten einen lochartigen Einwurf und waren mit den verschiedenen Städtenamen beschriftet, damit die Briefe von den Absendern auf die verschiedenen Richtungen verteilt werden konnten. Damals mussten die Briefe noch nicht frankiert werden.

Die ersten öffentlichen Straßen – Briefkästen wurden 1653 in Paris aufgestellt. Dies geschah unter dem „Sonnenkönig“ Ludwig XIV., durch den Pächter der Pariser Stadtpost Jean-Jacques Renouard de Villayer. Im selben Jahr wurden die Vorgänger der heutigen Briefmarken herausgebracht: die „billets de port payé“. Diese Quittungsstreifen konnten für einen Sou erworben werden und mussten gut sichtbar an dem zu befördernden Brief angebracht werden.

 In diesem Teil wird von den rudimentären Anfängen der Briefkästen berichtet. Von der Entwicklung von einem einfach Stein, über Kästen in Postämtern, bis hin zu Postkästen an öffentlichen Plätzen, die für Jedermann erreichbar waren und den allerersten Briefmarken. Wie sich die interessante Geschichte dieser Kästen in Deutschland weiter entwickelte, können Sie innerhalb der nächsten Tage in Teil 2 – Vom 17. Jahrhundert bis heute, nachlesen.

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