Sicherheit vs. Handling

worauf man beim Kauf eines Paketkastens besonders achten sollte

Paketkästen sind aktuell in aller Munde. Man fragt sich auch schon länger berechtigterweise warum für Pakete nicht dasselbe gelten soll wie für Briefe auch? Dass auch in Abwesenheit des Empfängers Sendungen ganz bequem und sicher vor der Haustür abgelegt werden können. In Zeiten des boomenden Online-Handels, ausgelöst durch Unternehmen wie Amazon oder Zalando, der das jährliche Versandvolumen von Paketen rasant ansteigen lässt, könnte das eine echte Option sein, die Paketwelle routiniert zu meistern.
Die DHL – deutscher Marktführer in Sachen Paketzustellung – versuchte sich mit ihrer Paketkastenlösung als einer der ersten Anbieter auf diesem Gebiet zu etablieren. Das eher klassische System von DHL ist relativ einfach: Der Kasten ist im Fundament verankert und mit einem elektronischen Schloss gesichert. Geöffnet werden kann er nur von Besitzer und Paketbote, Dritte haben keinen Zugriff auf den Inhalt der Box.

Wichtige Merkmale bei Paketkästen
Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Paketempfangslösungen unterschiedlichster Hersteller auf dem Markt. Einige darunter sind komplett neutral gegenüber den Paketdiensten, d.h. jeder Paketdienst kann darin zustellen. Auf zwei Merkmale sollte man jedoch besonders achten, wenn man sich überlegt einen solchen Paketkasten für den Privatgebrauch anzuschaffen: Da ist zum Einen die Sicherheitsfrage der einzelnen Paketkästen. Denn ähnlich wie beim Briefkasten gilt, wenn eine Sendung verschwindet – trotz Sicherheitsvorkehrung – haftet nicht der Zusteller, sondern der Adressat der Sendung und Eigentümer der Paketempfangslösung. Zum anderen spielt die Flexibilität des Handlings bei der Auswahl der für einen selbst optimalen Paketempfangslösung natürlich eine wichtige Rolle.

Absolute Sicherheit vor Diebstahl gibt es nicht
So unterschiedlich die Anbieter sind, so unterschiedlich sind auch die Systeme die sie anbieten. Das reicht von fest installierten Metallkästen, über flexible, dehn- und faltbare Kunst- oder Spezialstoffe, die durch Holz oder Metall verstärkt wurden bis hin zu Lösungen aus Filz. Vor- und Nachteile liegen dabei relativ klar auf der Hand. Feste, einbetonierte Systeme aus Metall sind im Prinzip stabiler, können aber nicht flexibel an- oder abmontiert werden und sind daher aus Platzgründen nur bedingt für jede Lokalität tauglich. Bei einem Mehrparteien-Mietshaus mitten in dichtbesiedelter Innenstadtlage ist diese Lösung eher schwer vorstellbar, da solche Kästen zu sperrig sind. Für solche Gelegenheiten erscheinen flexible Systeme deutlich passender, wobei der Sicherheitsaspekt – abhängig vom Produkt und den verwendeten flexiblen Materialien, Stichwort Schnittfestigkeit – dort u.U. etwas zurückstehen muss. Aber auch ein fest installierter Metallkasten bietet keinen absoluten Schutz vor Einbruchversuchen. Das Gesetz spielt Paketempfängern dabei aber insofern in die Karten, als dass es per Definition bereits als ein besonders schwerer Fall von Diebstahl gilt, wenn jemand eine Sache stiehlt, die durch ein verschlossenes Behältnis oder eine andere Schutzvorrichtung in besonderer Art und Weise gesichert ist. Den Täter erwartet, wenn er erwischt wird, eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu zehn Jahren.
Da ist es ganz egal, ob der Paketempfänger als Verschlusslösung die Variante einer Chipkarte für das Öffnen des Schlosses, eines elektronischen Pins, eines App-generierten Codes oder eine andere Option gewählt hat. Als verschlossen gilt ein Behältnis nach juristischer Definition nämlich ab dann, wenn sein Inhalt durch ein Schloss oder eine andere technische Schließvorrichtung gegen den ordnungswidrigen Zugriff von außen in besonderer Weise gesichert ist. Dies trifft in allen Fällen und für alle Lösungen der Hersteller auf dem Markt zu.

Fazit: Die eigenen Anforderungen abwägen
Als Fazit lässt sich ziehen, dass es unterschiedliche Varianten von Paketempfangslösungen gibt, die allesamt ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringen. Das Produktspektrum reicht vom einbetonierten Metallkasten bis hin zur abnehmbaren Tasche aus Filzstoff. Jeder Nutzer muss also genau abwägen, welche Anbringungsmöglichkeiten er hat und welche Anforderungen er an das Produkt seiner Wahl stellt. Hat man die eingenen Anforderungen für sich klar definiert, dann wird man auf jeden Fall das geeignete Produkt im Dschungel der Paketempfangslösungen finden.

Ihr PakSafe®-Team

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